23.06.2010 Prostatakarzinom: Erfahrungen mit dem Implantat Leuprorelin
Das Prostatakarzinom stellt als häufigste Krebserkrankung bei Männern eine besonders große medizinische Herausforderung dar und besitzt wegen der hohen Zahl an Betroffenen auch eine immense gesundheitsökonomische Bedeutung. Aufgrund der sehr weit entwickelten und effizienten Methoden der Frühdiagnostik ist die Krankheit heute deutlich besser behandelbar als bisher. In frühen Stadien bestehen durchaus gute Heilungschancen. Drei von vier Prostatakarzinomen sind Testosteron-sensitiv, wachsen primär hormonabhängig und sind daher einer medikamentösen Hormontherapie mit LH-RH-Analoga wie Leuprorelin zugänglich.
Der Einsatz von Leuprone® HEXAL® stellt eine Behandlungsoption dar, die durch hohe Wirksamkeit, einfache Handhabung und Wirtschaftlichkeit überzeugt. Dies wurde auf dem Satelliten-Symposium „Leuprorelin – Erfahrungen mit dem Implantat“ im Rahmen der 51. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (SWDGU) deutlich. Zu den zahlreichen Vorteilen des Präparats – so die Meinung der Experten – zählen unter anderem die Wirksamkeit und Sicherheit bei einer vergleichsweise geringen Wirkstoffbeladung.
Prostatakarzinom: Eine Erkrankung mit hohem Stellenwert
Unter den malignen Erkrankungen besitzt das Prostatakarzinom einen ganz besonders hohen Stellenwert. Allein in Deutschland werden jährlich über 58.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Diese Statistik legt nahe, dass das Prostatakarzinom als häufigste Krebserkrankung bei Männern nicht nur eine große medizinische, sondern auch eine erhebliche volkswirtschaftliche Dimension hat. Mehr als drei Viertel der Prostatakarzinome erweisen sich als Testosteron-sensitiv und wachsen primär hormonabhängig. Tumore dieser Art sind deshalb einer medikamentösen Hormontherapie mit LH-RH-Analoga zugänglich und reagieren unter dieser Behandlung mit einer Größenreduktion bzw. dem Sistieren des Tumorwachstums.
Wirkprinzip: Effektiver Eingriff in den hormonellen Regelkreis
Mit Leuprone® HEXAL® ist eine effektive Hormontherapie auf hoch wirksame und gleichzeitig wirtschaftliche Weise durchführbar, so der einhellige Tenor der Experten des Symposiums „Leuprorelin – Erfahrungen mit dem Implantat“, das anlässlich der 51. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e.V. in Landau stattfand. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen neben der wissenschaftlichen Bestandsaufnahme auch die Ergebnisse in der alltäglichen ärztlichen Praxis.
Dr. Matthias Schulze, Vorstands- und Gründungsmitglied IQUO (Interessenverband zur Qualitätssicherung in der Arbeit niedergelassener Uro-Onkologen), unterstrich dabei die große therapeutische Bedeutung von Leuprone® HEXAL®. Das Arzneimittel greift unmittelbar in den hormonellen Regelkreis ein und führt bei kontinuierlicher Anwendung zur Unterdrückung der Testosteronproduktion. Dies wirkt sich positiv auf das gesamte Tumorgeschehen aus, wobei nicht nur kausal das Tumorwachstum gehemmt, sondern auch eine Besserung des krankheitsbezogenen Beschwerdebilds bewirkt wird – so der Urologe.
Die Experten des Symposiums attestierten Leuprone® HEXAL®, einer unternehmenseigenen Entwicklung, ein überzeugendes Profil und zahlreiche Anwendungsvorteile, die seine Sonderstellung ausmachen. Zum einen ist der Wirkstoff von Leuprone® HEXAL®, Leuprorelin, grundsätzlich eine der therapeutisch wichtigsten Substanzen innerhalb der Gruppe der LH-RH-Analoga. Zum anderen steht dieser Wirkstoff bei Leuprone® HEXAL® in einer besonders vorteilhaften Darreichungsform zur Verfügung – als festes Polymerimplantat. Nach einfacher subkutaner Applikation wird das Leuprorelin kontinuierlich und kontrolliert aus dem Implantat freigesetzt. Die Wirkstoffbeladung ist bei Leuprone® HEXAL® im Vergleich zu anderen Leuprorelin-Präparaten deutlich geringer. Zum Beispiel entspricht die Wirkstoffmenge in Leuprone® HEXAL® 3-Monatsdepot in etwa der Hälfte der Wirkstoffmenge in Trenantone®.
Dr. Martin Löffler, niedergelassener Uro-Onkologe, Gutachter und Mitglied des Prüfungsausschusses Medikamentöse Tumortherapie, Andrologie, Röntgendiagnostik, ging auf die Ergebnisse ein, die sich mit dem Präparat unter Routinebedingungen erzielen lassen. Die aktuellen Daten machen deutlich, dass sich mit Leuprone® HEXAL® eine state-of-the-art-Therapie realisieren lässt, die – sowohl aus dem Blickwinkel der Behandler als auch aus Sicht der Patienten – zu sehr guten Resultaten führt. Die Überprüfung der Wirksamkeit unter Routinebedingungen erfolgte durch Kontrolle der PSA- und Testosteronwerte im Behandlungsverlauf. Dabei zeigte sich, dass der Anteil an Patienten mit einem Testosteronspiegel 0,5 ng/ml von 50,2% zum 1. Untersuchungszeitpunkt auf 80,0% zum 3. Untersuchungszeitpunkt angestiegen ist. Der mediane Serum-Testosteronwert sank vom 1. bis zum 3. Untersuchungszeitpunkt von 0,5 ng/ml auf 0,2 ng/ml, was einer medianen absoluten (prozentualen) Veränderung von -43,6% entspricht. Aufgrund dieser Ergebnisse beurteilten insgesamt 93,9% der Ärzte die Wirksamkeit von Leuprone® HEXAL® als sehr gut oder gut.
Ähnliches gilt auch für die Zufriedenheit der Patienten mit der Behandlung, wie Dr. Löffler unterstrich: 85,1% der Patienten beurteilten die Zufriedenheit mit der modernen Implantattechnologie als sehr gut oder gut, 88,6% der mit Leuprone® HEXAL® Behandelten fühlten sich überhaupt nicht oder nur gering durch das Implantat beeinträchtigt. Der onkologisch spezialisierte Urologe verwies darüber hinaus auf seine sehr guten persönlichen Erfahrungen und die ausgezeichnete Patientenresonanz beim Einsatz von Leuprone® HEXAL®, die er durch die Resultate der Anwendungsbeobachtung einmal mehr bestätigt sieht.
Maximal wirksam und wirtschaftlich: Ein Gebot der Zeit
Die ökonomische Dimension einer Krankheit spielt bei der Auswahl geeigneter Therapeutika eine immer größere Rolle. Kostenüberlegungen fließen heutzutage stark in die therapeutischen Entscheidungen ein. Diese Tendenz wird angesichts der angespannten Lage des Gesundheitssystems weiter zunehmen. Umso mehr ist nach Meinung der in Landau anwesenden Fachleute zu begrüßen, dass mit Leuprone® HEXAL® eine Behandlung des fortgeschrittenen hormonabhängigen Prostatakarzinoms auf höchstem qualitativen Niveau realisierbar ist, die zudem erhebliche Einsparpotenziale und Wirtschaftlichkeitsreserven erschließt.
Dr. Simone Maier, Landesvorsitzende des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V. Württemberg, unterstrich das grundsätzliche Ziel der HEXAL Onkologie, innovative Therapien zu ermöglichen und dabei den Aspekt der Wirtschaftlichkeit mit zu berücksichtigen. „Die HEXAL bietet neben modernen Arzneimitteln auch einen umfassenden Service auf dem Gebiet der Onkologie“, so Dr. Maier.
Quelle: Hexal-PK „Leuprorelin – Erfahrungen mit dem Implantat“ Satelliten-Symposium am 13. Mai 2010 im Rahmen der 51. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e.V.