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11.06.2010
Internistische Schmerzstandards: Richtlinien zum Einsatz von Analgetika geben Ärzten Sicherheit in der Therapiewahl

Experten haben internistische Schmerzstandards für Kliniken formuliert: für Tumor-, neuropathische und viszerale Schmerzen sowie für geriatrische Patienten. Sie zeigen, wie die Schmerztherapie durch interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit im Klinikalltag optimiert werden kann. „Nicht nur innerhalb der Stationen, sondern auch stationsübergreifend und an den Schnittstellen zur ambulanten Versorgung werden die Prozesse dadurch effizienter und transparenter“, betont Dr. Stephan Schulz, Chefarzt am Marien-Hospital, Witten, und Verfasser der Standards für Tumor- und neuropathische Schmerzen.


Zuständigkeiten und Vorgehensweisen sind genau festgelegt, von der Patientenaufnahme bis zur -entlassung. Weitere Bestandteile sind die Schmerzanamnese sowie das Messen und die Dokumentation der Schmerzintensität. Empfehlungen für die medikamentöse Schmerztherapie sollen Ärzten mehr Sicherheit in der Therapiewahl und Pflegenden mehr Handlungskompetenz geben. Die Standards dienen als Vorlage und können an die Abläufe einer Klinik beziehungsweise Station angepasst werden. Die Experten befürworten den frühzeitigen Einsatz starker Opioide und empfehlen stark wirksame und gut verträgliche Retard Präparate. Der Grund: wird der Patient durch Schmerzen oder durch die Therapie verursachte Nebenwirkungen belastet, beeinträchtigt das den Genesungsprozess und verlängert den Krankenhausaufenthalt. Targin®, die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon, lindert starke Schmerzen und erhält gleichzeitig die normale Darmfunktion. Gastrointestinale Nebenwirkungen können so reduziert werden. Sogar der Schwindel nimmt deutlich ab. Bei Patienten mit Tumorschmerz-Progredienz eignet sich nach Meinung der Experten besonders Palladon®, das sich seit Jahren im Klinik- und Praxisalltag bewährt hat.

„Fällt dem Patienten während des Krankheitsverlaufs das Schlucken schwer, können die retardierten Pellets der Kapsel auf weiche Nahrung gestreut werden. Den Wirkstoff gibt es zudem als Rescuemedikation und als Injektionslösung. Das vermeidet umstellungsbedingte Nebenwirkungen durch einen Präparatewechsel“, erläutert Professor Roland Hardt, Chefarzt am Katholischen Klinikum Mainz und Verfasser des Schmerzstandards für geriatrische Patienten. Durch die Implementierung der Schmerzstandards in den Klinikalltag wird der Patient schnell und optimal versorgt, wodurch seine Lebensqualität steigt. Die Pflegenden können mehr Verantwortung übernehmen und die Ärzte entlasten. Das Image der Kliniken wird gesteigert, da sie eine bessere Qualität in der Schmerztherapie vorweisen können.

Die schmerztherapeutische Versorgung von Patienten weist in vielen Kliniken Defizite auf. „Aus zeitlichen oder wirtschaftlichen Gründen können viele Ärzte nur ihre Kernkompetenz abarbeiten und verlieren dabei den Gesamtblick auf den Patienten“, sagt Professor Roland Hardt, Chefarzt am Katholischen Klinikum Mainz. Um die Schmerztherapie in Kliniken zu verbessern, haben Hardt und weitere Schmerzexperten internistische Schmerzstandards verfasst: für Tumor-, neuropathische und viszerale Schmerzen sowie für geriatrische Patienten.


Strukturverbesserungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit optimieren Schmerztherapie

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Schmerzbehandlung ist eine einheitliche und effiziente Vorgehensweise von allen an der Schmerztherapie Beteiligten. Die Schmerzstandards bieten hierfür eine hilfreiche Anleitung und können an die Abläufe einer Klinik beziehungsweise Station angepasst werden. Sie zeigen, wie sich Prozesse im Bereich der Schmerztherapie durch eine interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit optimieren lassen. Von der Patientenaufnahme mit einer ausführlichen Schmerzanamnese bis hin zur Entlassung aus der Klinik arbeiten Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen, Pflegende, Physio- und Ergotherapeuten eng vernetzt zusammen. „Nicht nur innerhalb einer Station, sondern auch stationsübergreifend und an den Schnittstellen zur ambulanten Versorgung werden die Abläufe effizienter und transparenter“, betont Dr. Stephan Schulz, Chefarzt am Marien-Hospital, Witten, und Verfasser der Standards für Tumor- und neuropathische Schmerzen. Die Pflegenden werden in ihrer Funktion aufgewertet, da sie innerhalb des Schmerzassessments für das Messen und die Dokumentation der Schmerzintensität des Patienten zuständig sind. So liefern sie dem Arzt wichtige Informationen für das weitere Therapievorgehen. Zudem entlasten sie den Arzt, indem sie den Patienten im Rahmen von Interventionsgrenzen eigenständig mit einer zuvor festgelegten Medikation versorgen können. Bei zunehmender Schmerzintensität erhält der Patient so zeitnah Analgetika, die seine Schmerzen lindern.


Richtlinien für medikamentöse Schmerztherapie steigern Lebensqualität von Patienten

Neben einer Orientierungshilfe zur Struktur- und Prozessoptimierung beinhalten die internistischen Schmerzstandards Empfehlungen für die medikamentöse Schmerztherapie. Experten befürworten bei den Schmerzformen, zu denen ein Standard formuliert wurde, den Einsatz starker Opioidanalgetika. „Es ist nicht mehr zeitgemäß, das WHO-Stufenschema der Reihe nach zu durchlaufen. Wenn langfristig starke Schmerzen zu erwarten sind, sollte direkt mit einem niedrig dosierten starken Retard-Opioid behandelt werden“, erläutert Schulz. Die Verfasser der Schmerzstandards plädieren für stark wirksame und gut verträgliche Präparate. Der Grund: wird der Patient durch Nebenwirkungen belastet, beeinträchtigt das den Genesungsprozess des Patienten, was wiederum mit längeren Liegezeiten einhergeht. Höhere Kosten für die Klinik und eine geringere Lebensqualität für den Patienten sind die Folge. Targin®, die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon, ist stark wirksam und sehr gut verträglich und entspricht damit dem Anforderungsprofil. Oxycodon lindert den Schmerz und Naloxon sorgt für den Erhalt der normalen Darmfunktion. Dadurch können gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen reduziert werden. Sogar der Schwindel nimmt deutlich ab. Targin® hat ein breites Indikationsgebiet und kann für die Therapie starker Bewegungs-, viszeraler, neuropathischer oder Tumorerschmerzen eingesetzt werden.

Bei Patienten mit Tumorschmerz-Progredienz eignet sich nach Expertenmeinung besonders Palladon®. „Fällt dem Patienten während des Krankheitsverlaufs das Schlucken schwer, können die retardierten Pellets der Kapsel auf weiche Nahrung gestreut werden. Den Wirkstoff gibt es zudem als Rescuemedikation und als Injektionslösung, wodurch umstellungsbedingte Nebenwirkungen durch einen Präparatewechsel vermieden werden“, erläutert Hardt. Ärzte vertrauen dieser Schmerztherapie aus einer Hand, da sie sich seit Jahren im Klinik- und Praxisalltag bewährt hat.

Durch implementierte Schmerzstandards profitieren alle an der Schmerztherapie Beteiligten. Die Ärzte erhalten mehr Sicherheit in der Therapiewahl. Die Kompetenz der Pflegenden wird gesteigert. Durch die eng vernetzte Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen und die klaren Handlungsempfehlungen werden Behandlungsfehler reduziert. Die Abläufe insgesamt werden sicherer, schneller und effizienter. Das wirkt sich positiv auf die Patienten aus, denn eine adäquate Schmerztherapie fördert den Genesungsprozess und damit die Lebensqualität. Für die Kliniken ist eine gute Schmerztherapie ein Aushängeschild und lohnt sich auch wirtschaftlich. Neben einer positiven Mund-zu-Mund-Propaganda werden zukünftig Krankenkassen Kliniken empfehlen, die eine gute Qualität in der Schmerztherapie vorweisen können.

Quelle: Mundipharma

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Zuletzt geändert am: 11.06.2010

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