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   Lieber Leser,

Hier finden Sie archivierte Infos für Ärzte aus dem Monat 06/2010

 

30.06.2010
Behandlung des ‚triple negativen’ Mammakarzinoms: PARP-Inhibitoren als neue Hoffnungsträger
PARP-Inhibitoren (PARP = Poly-ADP-Ribose-Polymerase) gelten zur Zeit als große Hoffnungsträger für die Behandlung onkologischer Patienten, insbesondere für Patientinnen mit sogenanntem ‚triple negativen’ Mammakarzinom. Letzteres geht in der Regel mit einer sehr ungünstigen Prognose einher und liegt vor, wenn der Tumor hormonrezeptornegativ ist und keine HER2neu-Überexpression vorliegt. Der PARP-Inhibitor BSI-201 zeigte in der klinischen Phase II-Studie bei Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom bereits vielversprechende Ergebnisse und befindet sich aktuell in der Phase III-Prüfung.

30.06.2010
Cabazitaxel nach Priority Review von FDA zugelassen für Behandlung des metastasierten hormonrefraktären Prostatakarzinoms
Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat für Cabazitaxel in Kombination mit Prednison zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem hormonrefraktären (kastrationsresistenten) Prostatakrebs, die zuvor ein Docetaxel-haltiges Therapieregime erhalten haben, die Marktzulassung erteilt.

30.06.2010
Gentest zur besseren Vorsorge bei Gebärmutterhalskrebs
Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena arbeiten an der Entwicklung eines molekularbiologischen Tests, der Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs erkennen kann. In Verbindung mit dem DNA-Test auf die krebsauslösenden Papilloma-Viren erreicht das Verfahren eine 90%ige Trefferquote. Das Projekt wird im EXIST-Forschungstransferprogramm des Bundeswirtschaftministeriums mit 400.000 Euro gefördert.

30.06.2010
Senologie-Kongress: Leitlinien für Brustkrebs-Patienten können Behandlung verbessern
Nach der Diagnose Brustkrebs stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsmethoden zur Verfügung. Ärzte setzen operative Verfahren, Medikamente und Strahlentherapie entsprechend der individuellen Erkrankung unterschiedlich ein. „Es hilft Patienten und Medizinern, wenn Betroffene auch außerhalb der Behandlungsräume aktuelle und hochwertige Informationen erhalten“, erklärt Professor Dr. med. Rolf Kreienberg im Vorfeld der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) vom 1. bis 3. Juli in Hamburg. Wo Hilfesuchende sinnvolle Unterstützung finden, ist ein Thema des Fachkongresses.

29.06.2010
Docetaxel nun auch als 160mg/8ml Dosierung verfügbar
Sanofi-Aventis hat heute bekannt gegeben, dass das bewährte Zytostatikum Docetaxel ab dem 15. Juli 2010 zusätzlich in einer neuen Dosierung von 160mg / 8ml zur Verfügung stehen wird. Nach der Einführung von Docetaxel 20mg/1ml und 80mg/4ml zu Beginn des Jahres ist dies ein weiterer Schritt, um die Zubereitung für den Apotheker so einfach und zeitsparend wie möglich zu machen.

28.06.2010
Krankenhaus Nordwest gründet Institut für Klinische Forschung
Mit einer Pressekonferenz wurde am 22.6.2010 die Gründung des Instituts für Klinische Forschung (IKF) am Krankenhaus Nordwest bekanntgegeben. Unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Salah-Eddin Al-Batran wird das neue Institut Forschungsprojekte und klinische Studien durchführen, um Patienten den Zugang zu neuesten Medikamenten zu erleichtern und damit die Therapie nach modernsten Erkenntnissen auszurichten. In die Projekte werden neben der Onkologie auch die Fachbereiche Chirurgie, Radioonkologie, Pathologie und Radiologie einbezogen, um interdisziplinäre Forschungsaktivitäten voranzutreiben. Frau Prof. Dr. Elke Jäger, Chefärztin der Klinik für Onkologie und Hämatologie betonte den Stellenwert des Instituts für das Krankenhaus Nordwest: „Die Gründung eines eigenen Forschungsinstituts setzt die rege Forschungstätigkeit am Krankenhaus Nordwest fort. Damit wird auch sichergestellt, dass die jeweils aktuellen Forschungsergebnisse nachprüfbar die Patienten erreichen.“

28.06.2010
Verhilft neue ambulante PET/CT-Studie zur individualisierten effektiveren Brustkrebstherapie?
Der Einsatz der PET/CT-Technologie (Positronen-Emissions-Tomographie in Kombination mit Computer-Tomographie) in der Diagnostik von Brustkrebspatientinnen wird möglicherweise schon bald auch im ambulanten Sektor möglich. Die Weichen dafür stellten bei einem Spitzengespräch Ende Mai in Berlin führende Nuklearmediziner mit Vertretern von Krankenkassen, Industrie und Patientenverbänden. Demnach soll schon in Kürze eine wissenschaftliche Studie starten, in der die prognostische Aussagefähigkeit der Hybridbildgebung in Bezug auf das Chemotherapieansprechen untersucht wird.

28.06.2010
Kontinuierliche Gabe von Azacitidin kann Gesamtüberleben von MDS-Patienten mit höherem Risiko bei zunächst stabiler Erkrankung verlängern
Patienten mit Myelodysplastischen Syndromen (MDS) höheren Risikos, die nach den ersten 3-6 Monaten einer Behandlung mit Azacitidin (Vidaza®) eine Stabilisierung der Erkrankung aufweisen, können durch die Fortführung der Therapie einen signifikanten Überlebensvorteil gegenüber Patienten erreichen, die eine solche Stabilisierung unter einer konventionellen Behandlung erzielten. Dies belegt eine kürzlich auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellte Subanalyse der Phase-III-Studie AZA-001.

28.06.2010
Senologie-Kongress: Heilungschancen von Brustkrebs-Patientinnen verbessert
Mit jährlich bis zu 55 000 Neuerkrankungen ist Brustkrebs der häufigste bösartige Tumor der Frau. Aktuelle Daten belegen, dass Patientinnen in Brustkrebszentren bessere Heilungs- und Überlebenschancen haben. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) informiert auf ihrer 30. Jahrestagung vom 1. bis 3. Juli 2010 in Hamburg über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und erfolgversprechende Therapien.

25.06.2010
Weitere Phase III-Studie bestätigt Gefitinib in der 1st Line Therapie des NSCLC
Die Behandlung mit Gefitinib in der Erstlinientherapie führt bei Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit aktivierender EGFR-Mutation zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens. Dies bestätigen erneut die jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlichten Ergebnisse der ‚NEJ002‘ Studie, der dritten voll publizierten Phase-III-Studie zur 1st Line Anwendung von IRESSA bei Patienten mit aktivierender EGFR-Mutation. In dieser Studie wurde IRESSA mit dem derzeitigen Behandlungsstandard, einer platinhaltigen Kombinationschemotherapie, verglichen.(1) Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse für IRESSA eine signifikante Verbesserung der objektiven Ansprechrate im Vergleich zur Chemotherapie. Die Studiendaten ergaben auch einen deutlichen Trend zu einem Überlebensvorteil für Patienten, die mit IRESSA behandelt wurden.

25.06.2010
Digitales Mammographie-Screening: Mikroverkalkungen weisen auf frühe Brustkrebserkrankungen hin
Fortschritt bei der Früherkennung von Brustkrebs: Durch den Einsatz moderner digitaler Röntgentechnologie entdecken Mediziner vermehrt Mikroverkalkungen. Im Vergleich zur herkömmlichen Film-Folien-Mammographie ist hier die Rate diagnostizierter Brustkrebsvorstufen und auch die Rate kleiner invasiver (in das Gewebe wachsender, nicht abgegrenzter) Brusttumoren erhöht.

25.06.2010
Neue prognostische Marker und Therapieansätze zur Einschränkung der Metastasierung bei Prostatakrebs und weiteren Krebsarten
Bereits im zwölften Jahr vergaben die Freunde des Universitätsklinikums des Saarlandes e.V. einen der mit 20.000 Euro höchstdotierten Forschungspreise in Südwestdeutschland. Der Fachbeirat des Vereins hat dafür vier Forschungsvorhaben ausgewählt. Eines davon wird von Dr. Markus Greiner betreut (Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes).

25.06.2010
Vitamin B verringert Lungenkrebs-Risiko
Menschen mit großen Mengen Vitamin B im Blut scheinen ein geringeres Lungenkrebs-Risiko zu haben. Das gilt selbst dann, wenn sie rauchen. Zu diesem Ergebnis sind europäische Wissenschaftler unter der Leitung des Centre international de Recherche sur le Cancer (CIRC) gekommen. Demnach verringern hohe Werte bei Vitamin B6 und der Aminosäure Methionin das Risiko um die Hälfte.

25.06.2010
Beginn einer Phase-IIa-Studie mit mRNA-Immuntherapeutikum zur Behandlung des NSCLC
CureVac, ein auf mRNA-Vakzine spezialisiertes Unternehmen, gab bekannt, dass das Paul-Ehrlich-Institut, die deutsche Regulierungsbehörde für die Zulassung von Arzneimitteln, den Beginn einer Phase-IIa-Studie mit CV9201 zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs genehmigt hat. Bisherige Ergebnisse der Phase-I-Studie mit Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, die zuvor mit Standardtherapien behandelt worden waren, weisen auf die Sicherheit und gute Verträglichkeit von CV9201, einem RNActive®-basierten mRNA-Immuntherapeutikum, hin.

23.06.2010
Prostatakarzinom: Erfahrungen mit dem Implantat Leuprorelin
Das Prostatakarzinom stellt als häufigste Krebserkrankung bei Männern eine besonders große medizinische Herausforderung dar und besitzt wegen der hohen Zahl an Betroffenen auch eine immense gesundheitsökonomische Bedeutung. Aufgrund der sehr weit entwickelten und effizienten Methoden der Frühdiagnostik ist die Krankheit heute deutlich besser behandelbar als bisher. In frühen Stadien bestehen durchaus gute Heilungschancen. 
Drei von vier Prostatakarzinomen sind Testosteron-sensitiv, wachsen primär hormonabhängig und sind daher einer medikamentösen Hormontherapie mit LH-RH-Analoga wie Leuprorelin zugänglich.

23.06.2010
Defekter Signalweg führt zu Kavernomen
Ein gestörter Signalweg in Endothelzellen, die das Innere der Blutgefäße auskleiden, führt zu Kavernomen, oftmals gefährlichen Gefäßfehlbildungen im Gehirn. Dies veröffentlicht ein Forscherteam der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums. Die Untersuchungen klären die Ursache für eine der häufigsten Fehlbildungen des Menschen auf und weisen darüber hinaus darauf hin, dass Kavernome mit Medikamenten behandelt werden könnten, die das Gefäßwachstum hemmen.

23.06.2010
Analkarzinom: HIV-positive Männer sollten zur Früherkennung gehen
HIV-positive Männer, die Sex mit Männern haben, haben ein erhöhtes Risiko, an Analkarzinomen zu erkranken: Mehr als zwei Drittel der 446 Männer, welche Bochumer und Kölner Forscher über fast sechs Jahre beobachteten, hatten Vorstufen solcher Tumore, 2,5 % litten bereits an Analkrebs. „Besorgniserregend ist vor allem, dass sich der Krebs innerhalb von weniger als neun Monaten aus den Vorstufen bildete“, sagt Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS an der Klink für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum, das die Studie unterstützte. Er empfiehlt HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben, daher dringend regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.


23.06.2010
Forschungsverbund:Entzifferung der vollständigen Genome von Prostatatumoren innerhalb von 5 Jahren
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Martini-Klinik am UKE werden vom Bundesministerium für Bildung- und Forschung (BMBF) als Teil des „Internationalen Krebs Genom Konsortium“ (ICGC) gefördert. Das ICGC ist das größte und ehrgeizigste biomedizinische Forschungsprojekt seit dem Humangenomprojekt, bei dem es gelang, das Genom des Menschen vollständig zu entschlüsseln. Insgesamt sollen 50 Krebsarten entschlüsselt werden. Am Dienstagnachmittag gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin bekannt, dass es zwei weitere bundesweite Forschungsverbünde zu den verbreiteten Krebsarten Prostatakrebs und Maligne Lymphome fördern wird. Es fördert die Verbünde bis 2015 mit insgesamt 15 Millionen Euro.


22.06.2010
Brustkrebs: Lapatinib als First-Line-Kombination verzögert Erkrankungsprogression
Das Krebsmedikament Lapatinib ist ab sofort in Kombination mit einem Aromatase-Inhibitor (AI) für die Behandlung postmenopausaler Frauen mit Hormonrezeptor-positivem und ErbB2-positivem metastasiertem Brustkrebs, die derzeit nicht für eine Chemotherapie vorgesehen sind, zugelassen.

22.06.2010
62. Urologen-Kongress: Erste Vergabe des Charles Huggins-Stipendiums
Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor des Mannes. Rund 60 000 Neuerkrankungen im Jahr fordern größtmögliche Forschungsanstrengungen. Im Rahmen ihrer umfangreichen Forschungs-Initiative hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) nun ein Stipendium speziell zur Förderung der Prostatakrebs-Forschung ausgelobt. Die Bewerbungsfrist für das neue Charles Huggins-Stipendium läuft noch bis zum 15. Juli 2010. Auf dem 62. DGU-Kongress vom 22. bis 25. September in Düsseldorf wird das Kurzzeitstipendium erstmals vergeben.

22.06.2010
NSCLC: ASCO-Daten bestätigen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Vinorelbin
Beim diesjährigen weltweit größten Krebskongress, dem Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO), wurden wichtige Daten zu Vinorelbin vorgestellt: Die neuen Studienergebnisse bestätigen erneut, dass die Kombinationschemotherapie mit Vinorelbin + Carboplatin – auch bei älteren Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC – sehr wirksam und gut verträglich ist. Dabei ermöglicht der Einsatz von Vinorelbin ORAL den Patienten aufgrund der oralen Einnahme eine komfortable Therapie und damit eine bessere Lebensqualität, ohne eine Wirksamkeitseinbuße befürchten zu müssen.

21.06.2010
Schnellster Post-ASCO 2010 von HEXAL Biosimilars
Vom 05. bis 09. Juni 2010 haben namhafte Tumorexperten auf einem neuen Internetportal täglich die wichtigsten Studienergebnisse des diesjährigen ASCO zusammengefasst. In deutscher Sprache aufbereitet war es Besuchern der Webseite möglich, sich in kurzer Zeit gezielt über verschiedene Tumorentitäten zu informieren. Über 150 Abstracts wurden von den Experten referiert und einer kritischen Würdigung unterzogen. Sie wurden in insgesamt zehn Stunden Filmaufnahmen und über 20 PowerPoint-Präsentationen festgehalten. Kein anderes Medium hat schneller auf die neuen Erkenntnisse in Chicago reagiert.

21.06.2010
Onkologie-Portal für Ärzte und Apotheker von sanofi-aventis
Aktuelle Informationen und medizinische Hintergründe aus der Onkologie sowie nützliches Servicematerial für Arzt und Patient – ein neues Internetportal informiert Ärzte und Apotheker in Deutschland auf einem wissenschaftlichen, qualitativ sehr hohen Niveau. Mit dem neuen, monatlich erscheinenden Newsletter erhalten Ärzte exklusive Inhalte.

21.06.2010
Juveniles Angiofibrom: Der Weg zu innovativen Therapieansätzen
Das juvenile Angiofibrom ist ein gutartiger, jedoch aggressiv wachsender Tumor, der fast ausschließlich geschlechtsspezifisch bei männlichen Jugendlichen ab dem 10. Lebensjahr mit einer Häufigkeit von zirka 0,5% aller Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich auftritt. Meist ist der Tumor im hinteren Abschnitt der Nasenhaupthöhle lokalisiert, häufig können jedoch auch angrenzende Strukturen wie die Nasennebenhöhlen, die Augenhöhlen oder die Schädelbasis betroffen sein. Ferner treten Fälle mit Ausdehnungen bis ins Gehirn oder entlang des Sehnervs auf, die die operative Entfernung des Tumors erschweren. Darüber hinaus besitzt das juvenile Angiofibrom eine Vielzahl von überwiegend irregulär geformten Blutgefäßen. Die fehlende Muskelschicht vieler Gefäße und hohe Anzahl an Gefäßen erklären die starke Blutungsneigung dieser gefäßreichen Bindegewebswucherung und erschwert in starkem Maße die operative Behandlung.

21.06.2010
Phase I-Studie mit dem MEK-Inhibitor WX-554 erfolgreich abgeschlossen
WILEX hat eine Phase I-Dosiseskalationsstudie mit dem MEK-Inhibitor WX-554 erfolgreich abgeschlossen. Es konnte erstmalig Aktivität von WX-554 in einer Studie mit Menschen gezeigt werden. Ziel der Studie war, Sicherheit, Verträglichkeit und die optimale biologische Dosis für die Hemmung des MEK-Systems durch WX-554 zu untersuchen. Im Rahmen der in Deutschland durchgeführten Studie wurde in fünf ansteigenden Dosisstufen jeweils fünf gesunden männlichen Probanden einmalig eine 15-minütige Infusion WX-554 verabreicht. Der MEK-Signalweg ist in mehr als 30 % der Krebsarten außer Kontrolle. Das führt dazu, dass diese Tumorzellen unreguliert wachsen und sich ausbreiten können.

18.06.2010
DEGRO 2010: Erfolgreiche Therapie von Kopf-Hals-Tumoren erfordert interdisziplinäre Therapieabstimmung
Im Rahmen des Satellitensymposiums der Merck Serono GmbH während des 16. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) diskutierten Experten aus den Bereichen Onkologie, HNO-Chirurgie und Strahlentherapie gemeinsam aktuelle Fortschritte in der Therapie von Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und des Halses (SCCHN). Neben der zielgerichteten Therapie mit dem EGFR-Antikörper Cetuximab hat die zunehmende interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Therapieentscheidung die klinischen Ergebnisse von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren entscheidend verbessert.

18.06.2010
Brustkrebs: MHH bietet neue Behandlungsmethode/Intraoperative Bestrahlung senkt Rückfallrate und verkürzt Therapiedauer
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat ihr Behandlungsspektrum bei Brustkrebs um ein innovatives Verfahren erweitert: Seit Mai dieses Jahres bieten die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und die Klinik für Strahlentherapie und Spezielle Onkologie in einem Gemeinschaftsprojekt die intraoperative Strahlentherapie (IORT, IntraOperative RadioTherapie) an. Dabei handelt es sich um eine Methode der brusterhaltenden Krebstherapie.

18.06.2010
IgA-Antikörper für die Krebstherapie als neue Perspektive
Monoklonale IgA-Antikörper könnten neue Perspektiven in der Krebstherapie eröffnen. Das vermuten Thomas Valerius und Michael Dechant von der Universität Kiel. Derzeit werden bei Tumorpatienten ausschließlich Antikörper aus der Gruppe der Gammaglobuline (IgG) verwendet. In der natürlichen Immunabwehr spielen jedoch die Antikörper der Kategorie IgA eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Ob sich IgA-Antikörper auch für therapeutische Zwecke eignen, wurde bisher kaum untersucht, weil deren molekulare Struktur und das chemische Verhalten komplexer ist als bei den IgG-Antikörpern. Die Kieler Forscher wollen diese Lücke schließen und IgA-Antikörper für die Tumortherapie entwickeln.

18.06.2010
Potenzial für Brachytherapie bei Brustkrebs
Die Berliner Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG hat über ihr belgisches Tochterunternehmen IBt (International Brachytherapy S.A.) erste Ergebnisse eines radiobiologischen Forschungsprogramms veröffentlicht. Das Forschungsprogramm untersucht, inwieweit sich die Brachytherapie mit Permanentimplantaten zur Monotherapie von Brustkrebs im Frühstadium einsetzen lässt. Zurzeit ist die Standardbehandlung von Brustkrebs im Frühstadium eine brusterhaltende Chirurgie, die durch eine externe Strahlentherapie (EBRT) der gesamten Brust ergänzt wird. Es gibt allerdings Daten, die darauf schließen lassen, dass eine Bestrahlung der gesamten Brust bei ausgewählten Patientinnen nicht notwendig ist.

18.06.2010
CLL und Multiples Myelom: Faltblätter informieren
Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) hat zwei neue Patienteninformationen über seltene Krebserkrankungen des lymphatischen Systems herausgegeben. In den Faltblättern zum Multiplen Myelom und zur chronischen lympatischen Leukämie (CLL) werden jeweils das Krankheitsbild kurz und verständlich beschrieben und gängige Diagnose- und Therapieverfahren übersichtlich dargestellt. Hinweise auf Studien und Unterstützungsangebote ergänzen die Kurzinformationen, die ab sofort beim KML bestellt werden können.

18.06.2010
Multiples Myelom: Neue Ersatzstoffe und Implantate für Knochen, die nicht heilen wollen
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TRR) mit dem Thema „Werkstoffe für die Hartgeweberegeneration im systemisch erkrankten Knochen“ an den Universitäten Heidelberg, Gießen und Dresden bewilligt. Die erste Förderperiode beginnt im Juli 2010 und läuft über 4 Jahre. Das Fördervolumen von 7,4 Millionen Euro (ohne Programmpauschale) verteilt sich auf die einzelnen Universitäten in etwa gleichmäßig. Ziel des SFB/TRR 79 ist es, neue Knochenersatzstoffe und Implantatwerkstoffe zu entwickeln, die speziell an die Verhältnisse im kranken Knochen angepasst sind. Denn bei zugrundeliegenden Krankheiten, wie z.B. dem Multiplen Myelom, Knochenmetastasen oder Osteoporose, heilt der Knochen im Falle eines Bruchs nur sehr langsam oder gar nicht.

18.06.2010
Messverfahren zur besseren Planung der Tumortherapie mit Ultraschall
Ob in der Schwangerschaftsvorsorge, zur Diagnose von Gallensteinen oder zur Untersuchung des Herzens: Der Ultraschall gehört zu den Standardverfahren der Medizin. Bisher wird er vor allem zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt. Wenn man aber die Intensität der Ultraschallwellen erhöht und sie auf einen Tumor fokussiert, können sie auch zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden und diesen gezielt zerstören.

17.06.2010
Schutz vor chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen: Einzeldosis von 150 mg Fosaprepitant vergleichbar gut wirksam wie Drei-Tage-Schema mit oralem Aprepitant
Ein antiemetisches Schema mit Fosaprepitant-Dimeglumin, intravenös appliziert als 150 mg-Einzeldosis, schützte Patienten, die erstmals eine Cisplatin-haltige Chemotherapie erhielten, ähnlich gut wie ein Drei-Tage-Schema mit oralem Aprepitant (EMEND®) vor Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen. Dies zeigten die Ergebnisse der EASE-017 Studie, die kürzlich auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurde. In beiden Schemata wurde der Neurokinin-1-Rezeptorantagonist mit einem 5-HT3-Antagonisten und Dexamethason kombiniert. Das Kombinationsschema mit 150 mg Fosaprepitant-Dimeglumin war dem Schema mit oralem Aprepitant nicht unterlegen.

17.06.2010
Bevacizumab verlängert signifikant das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom
Auf der diesjährigen46. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden erstmals die Daten der internationalen Phase-III-Studie GOG 0218 der Gynecologic Oncology Group (GOG) vorgestellt. Bevacizumab (Avastin®) mit anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie verlängerte das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom signifikant um 3,8 Monate im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie.

17.06.2010
Zulassung für Pazopanib bei fortgeschrittenem Nierenzellkrebs
Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat am 15. Juni 2010 die Zulassung für Pazopanib zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms erteilt. Votrient® ist angezeigt für die First-Line-Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und für Patienten, die vorher eine Therapie ihrer fortgeschrittenen Erkrankung mit Zytokinen erhalten hatten.

15.06.2010
DKG: Aktuelle Video-Expertenrunden zum ASCO 2010 jetzt online
Die Experten der Deutschen Krebsgesellschaft bewerten die klinische Relevanz der auf dem ASCO 2010 präsentierten Studienergebnisse. Alljährlich diskutieren die weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Jahrestreffen der American Society for Clinical Oncology (ASCO) die neuesten Erkenntnisse aus der onkologischen Forschung – diesmal vom 4. bis 8. Juni 2010 in Chicago.

15.06.2010
Indikationserweiterung für Docetaxel bei frühem Brustkrebs: TAC-Regime jetzt auch für nodalnegative Hochrisikopatientinnen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency, EMA) hat Docetaxel (Taxotere®) in Kombination mit Doxorubicin/Cyclophosphamid (TAC) für die adjuvante Behandlung von Frauen mit operablem nodalnegativen Brustkrebs empfohlen. Grundlage für die am 20. Mai 2010 erteilte „Positive Opinion“ waren Daten einer Phase-III-Studie der spanischen GEICAM-Gruppe, in der das TAC-Regime gegenüber dem bisherigen Standard FAC (5-Fluorouracil, Doxorubicin, Cyclophosphamid) zu einer signifikanten Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens führte.

15.06.2010
GnRH-Blocker Degarelix verlängert PSA-progressionsfreies Überleben
Auf dem 25. Kongress der European Association of Urology (EAU) in Barcelona erörterten internationale Experten die zukünftig anstehenden Herausforderungen der Androgendeprivationstherapie (ADT). In der von Ferring Arzneimittel unterstützten Veranstaltung wurde auch diskutiert, ob sich die Ziele der Therapieform im Laufe der Zeit verändert haben und welche neuen Perspektiven zu erwarten sind. Als Hauptziel der ADT gilt das Verlängern des progressionsfreien Überlebens. Der seit fast einem Jahr auf dem deutschen Markt etablierte GnRH-Blocker Degarelix verfügt diesbezüglich über ein viel versprechendes klinisches Potential. Folgestudien der 12-monatigen Zulassungsstudie zeigen, dass der Blocker im Vergleich zum LHRH-Agonisten Leuprorelin 7,5 mg das progressionsfreie Überleben verlängern und zudem bei Patienten mit Metastasen die alkalische Phosphatase (ALP) besser kontrollieren kann.

15.06.2010
Krebsentstehung: ständiges Zellwachstum durch Kooperation der Proteine Myc und Miz1
Tumoren verschwinden, wenn man die für ihre Entstehung verantwortlichen Gene hemmt. Warum sie sich so verhalten, darüber existierten bisher nur Theorien. Einen konkreten Nachweis liefern jetzt Forscher der Universität Würzburg. Sie bestätigen damit einen lange gehegten Verdacht.

14.06.2010
EHA-Preisverleihungen 2010
Emili Montserrat wird die dritte Empfängerin des Jean Bernard Lifetime Achievement Award, welcher zum ersten mal auf dem 13. Jährlichen Kongress in Kopenhagen präsentiert wurde. Dieser Preis wurde eingeführt, um herausragende Ärzte und Wissenschaftler für ihr lebenslanges Engagement für den Fortschritt in der Hämatologie zu ehren.

14.06.2010
Intraoperative Radiotherapie bei Brustkrebs: einmalige Bestrahlung ausreichend
Die neuesten Ergebnisse der TARGIT-Studie (TARGeted Intraoperative Radiation Therapy) zur Intraoperativen Radiotherapie (IORT) bei Brustkrebs sind jetzt im renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert worden. Die Daten haben auch bei der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie, ASCO (American Society of Clinical Oncology), besondere Aufmerksamkeit erregt. Kein Wunder, schließlich bestätigen die Langzeitdaten den Erfolg der schonenden Behandlung.

14.06.2010
Fortgeschrittenes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom: Phase-III-Studie mit Sorafenib verfehlt primären Endpunkt einer Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit
Eine Phase-III-Studie mit Sorafenib bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (non small cell lung cancer, NSCLC) hat nach der finalen Auswertung der Daten ihren primären Endpunkt - die Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit - nicht erreicht. In der sogenannten NExUS-Studie (NSCLC research Experience Utilizing Sorafenib - Forschungsergebnisse zur Anwendung von Sorafenib bei NSCLC) wurden Sicherheit und Wirksamkeit der Einnahme von Sorafenib in Kombination mit den beiden in Europa gebräuchlichen Chemotherapeutika Gemcitabin und Cisplatin im Vergleich zu der Chemotherapie allein geprüft. An der Studie nahmen Patienten teil, die bestimmte Formen des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms aufwiesen. Ausgenommen waren dabei Patienten mit Plattenepithelkarzinom.

11.06.2010
EHA 2010: Erhaltungstherapie mit Rituximab halbiert Rezidivrisiko beim follikulären Lymphom
Die Ergebnisse der internationalen Phase-III-Studie PRIMA zeigen, dass 2 Jahre Erhaltungstherapie mit Rituximab das Risiko eines Rezidivs für ein follikuläres Lymphom bei 50% der Patienten reduzierte, die auf die initiale Chemotherapie und Rituximab-Induktionstherapie angesprochen hatten.

11.06.2010
ASCO 2010: Nilotinib schützt Patienten mit neu diagnostizierter CML nachweislich besser vor Krankheitsprogression als Imatinib
Nilotinib ist die bislang einzige Therapieoption, die nachgewiesen signifikant besser als der bisherige Standard Imatinib vor Krankheitsprogression bei erwachsenen Patienten mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (Ph+-CML) in der chronischen Phase (CP) schützt. Dies belegen die 18-Monats-Daten der direkten Vergleichsstudie ENESTnd, der weltweit größten randomisierten Studie bei neu diagnostizierten Patienten mit Ph+-CML. Die Daten werden am 7. Juni im Rahmen des 46. Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago, USA, bekanntgegeben. (1)

11.06.2010
Umfrage: Cetuximab neuer Therapiestandard bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen KRAS-Wildtyp-Karzinom
Auf derJahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden die Resultate einer aktuellen Umfrage vorgestellt, die zeigen, dass Cetuximab einen neuen Standard in der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) mit bestätigtem KRAS-Wildtyp darstellt.1 Demnach wurde bei 42 Prozent aller mCRC-Patienten Anfang des Jahres 2009 eine KRAS Mutationsanalyse durchgeführt, um zu bestimmen, ob der Patient von einer personalisierten Therapie wie z.B. Cetuximab profitieren kann. Im Jahr 2008 lag die Anzahl der Patienten, deren KRAS-Status bestimmt wurde, noch bei 2,5 Prozent. Bereits 44 Prozent aller Patienten mit bestätigten KRAS-Wildtyp-Tumoren erhalten heutzutage eine Therapie mit Cetuximab. (1)

11.06.2010
Internistische Schmerzstandards: Richtlinien zum Einsatz von Analgetika geben Ärzten Sicherheit in der Therapiewahl
Experten haben internistische Schmerzstandards für Kliniken formuliert: für Tumor-, neuropathische und viszerale Schmerzen sowie für geriatrische Patienten. Sie zeigen, wie die Schmerztherapie durch interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit im Klinikalltag optimiert werden kann. „Nicht nur innerhalb der Stationen, sondern auch stationsübergreifend und an den Schnittstellen zur ambulanten Versorgung werden die Prozesse dadurch effizienter und transparenter“, betont Dr. Stephan Schulz, Chefarzt am Marien-Hospital, Witten, und Verfasser der Standards für Tumor- und neuropathische Schmerzen.


11.06.2010
Pankreaskarzinom: Brokkoli-Inhaltsstoff Sulforaphan unterstützt wirksam die Krebstherapie mit Sorafenib
Sorafenib wird bei fortgeschrittenem Leber- und Nierenkrebs eingesetzt und scheint auch gegen Krebsstammzellen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs wirksam zu sein. Die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Ingrid Herr, Leiterin der Abteilung Molekulare OnkoChirurgie, einer Kooperationsgruppe der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, hat den neuen Wirkstoff an Mäusen und Pankreaskrebszellen getestet. Er hemmt die widerstandsfähigen Tumorstammzellen und zeigt sich besonders effektiv in Kombination mit Sulforaphan, einem pflanzlichen Inhaltsstoff des Brokkolis. Die Ergebnisse werden online in der Fachzeitschrift „Cancer Research“ veröffentlicht.

11.06.2010
ASCO 2010: Maligner Aszites – Catumaxomab zeigt signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens
Catumaxomab hat sich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Therapieoption beim malignen Aszites entwickelt. Auf dem ASCO Meeting 2010 in Chicago wurde nun eine Post-hoc-Analyse der Zulassungsstudie präsentiert, die eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit einer frühen Immunantwort zeigt. Ein Jahr nach Zulassung bestätigten sich nicht nur die guten Wirksamkeits- und Verträglichkeitsdaten des trifunktionalen Antikörpers. Der Einsatz in der täglichen Versorgung zeigt die gute Praktikabilität sowohl im klinischen als auch im ambulanten Bereich.

11.06.2010
Molekularmedizinisches Verfahren verbessert Diagnostik und Therapie bei Prostatakrebs
Bei Prostatakrebs sind die zielgenaue Diagnose und die daran ausgerichtete Therapie für den Behandlungserfolg maßgebend. Hier arbeitet das BMBF geförderte Projekt MoBiGuide an einem neuen Qualitätsstandard: Molekularbiologische Techniken werden mit medizinischer Navigation und Bildgebung zu einem so genannten Theragnostik-Konzept verschmolzen. Patient und Urologe erhalten so anhand einer verbesserten präoperativen Kenntnislage mehr Klarheit. Gleichzeitig wird der Urologe während des Eingriffs unterstützt, indem er in Nachbarregionen der Prostata gezielter auf verbliebene Krebszellen molekularbiologisch prüfen und gegebenenfalls dort direkt nachoperieren kann.

11.06.2010
Langzeitstudie zu Schilddrüsenkrebs: Brahms-Preis für Nuklearmediziner
Patienten, die an Schilddrüsenkrebs erkrankt waren, haben nach einer erfolgreichen Behandlung unabhängig von der ursprünglich gestellten Prognose das gleiche Risiko für das erneute Auftreten der Erkrankung. Das hat ein Team von Nuklearmedizinern in einer Langzeitstudie herausgefunden. Für ihre Publikation erhielt das Team von Wissenschaftlern aus Würzburg, Ulm, Utrecht (NL), Leiden (NL) und Jersey City (USA) auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin in Leipzig den mit 12.750 Euro dotierten Brahms-Forschungspreis für Schilddrüsenerkrankungen 2010.

08.06.2010
Interview mit Dr. Nicolas J. Dickgreber: Präzisierung der NSCLC-Therapie durch exakte Tumorklassifikation und erweiterte histologische Befundung
Die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) orientiert sich zunehmend an den histologischen Merkmalen des Tumors, zumal dessen morphologische Eigenschaften die Therapiewahl erheblich beeinflussen: So haben Patienten mit einem Nicht-Plattenepithelkarzinom (Adeno- und großzelliges Karzinom) einen signifikanten Überlebensvorteil, wenn sie eine Erstlinientherapie mit Pemetrexed (Alimta®) in Kombination mit Cisplatin erhalten. Darüber hinaus spielt das pathologisch-anatomische Staging anhand der TNM-Klassifikation eine wichtige Rolle bei der Therapiefindung. Der Pneumologe Dr. Nicolas J. Dickgreber von der Medizinischen Hochschule Hannover fasst das aktuelle Vorgehen bei fortgeschrittenem NSCLC, Thema eines von der Lilly Deutschland GmbH unterstützten Symposiums* zum 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. in Hannover, zusammen.

08.06.2010
Zoledronsäure verlängert signifikant das Gesamtüberleben von Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom
Die aktuell auf dem 46. Annual Meeting der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago vorgestellten Daten zeigen: Die monatliche Infusion mit dem Bisphosphonat Zometa® (4 mg Zoledronsäure/5ml) hat beim fortgeschrittenen Multiplen Myelom eine antitumoröse Wirkung und verlängert – in Kombination mit einer Chemotherapie gegeben – das Gesamtüberleben von neu diagnostizierten Patienten signifikant gegenüber Clodronat. (1)

07.06.2010
ASCO 2010: Phase II-Studie mit uPA-Inhibitor plus Gemcitabin beim Pankreaskarzinom
Die WILEX AG hat die finalen Daten aus der klinischen Phase II-Studie mit dem oral verabreichbaren Arzneimittelkandidaten MESUPRON® in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Gemcitabin bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs auf der ASCO präsentiert.

07.06.2010
Genaue Erfassung der Atmungsphasen reduziert Bestrahlungsvolumen bei Tumorpatienten
Moderne Diagnose- und Therapieverfahren mit Bestrahlungen liefern heute ein Höchstmaß an Präzision. Dazu ist es allerdings nötig, dass der Patient in einer exakten Position ruht – die es jedoch nie zu 100 Prozent gibt. Durch die Atmung bewegt sich der Körper stets minimal. Wenn die Atmungsphasen genau analysiert sind, kann dieses Wissen auch in die Strahlentherapie integriert werden. Am Universitätsklinikum Münster (UKM) wurde ein solches Verfahren nun bereits beim 100. Patienten eingesetzt.

07.06.2010
ASCO 2010: Studien zeigen Fortschritte in der Brustkrebstherapie
Studien, die neue Fortschritte im Kampf gegen Brustkrebs beschreiben, wurden am 06.06.2010 beim 46. Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in einer Pressekonferenz veröffentlicht. „Die Studien, die heute präsentiert werden, ermögliche neue Einsichten in die Behandlung und das Verhalten von Brustkrebs, besonders für die schwer behandelbare metastatische Krankheit,“ sagte Eric P. Winer, MD, Professor der Medizin an der Harvard Medical School und Moderator der Pressekonferenz. „Wir erfahren auch die besten Möglichkeiten, Krebs zu entdecken, der sich in den Lymphknoten ausgebreitet hat, was darin resultiert, dass Frauen in vielen Fällen vor aufwendigen und oft schmerzhaften Lymphknoten-Entfernungen bewahrt werden können.

07.06.2010
ASCO 2010: Catumaxomab zeigt Verdoppelung des Überlebenszeitraums bei Patienten mit früher Immunantwort
Fresenius Biotech hat auf dem 46. ASCO (American Society of Clinical Oncology Congress) in Chicago (4.-7. Juni) neue Daten aus einer Post-hoc-Analyse der Zulassungsstudie des trifunktionalen Antikörpers Removab® (Catumaxomab) vorgestellt. Die Ergebnisse belegen eine Verdoppelung und signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit einer frühen Immunantwort nach Behandlung mit Removab®. Eine solche frühe Immunantwort konnte bei 76% der mit Removab® behandelten Patienten nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse zeigt eine Analyse der Korrelation des primären Endpunkts punktionsfreies Überleben sowie der sekundären klinischen Endpunkte (Gesamtüberleben, punktionsfreies Intervall) mit dem Auftreten von Antikörpern gegen Removab® acht Tage nach dem Abschluss der vier Dosen umfassenden intraperitonealen Therapie. Patienten, in deren Serum HAMA (humane Anti-Maus-Antikörper) nachweisbar waren, sprachen in allen drei Endpunkten signifikant besser auf die Removab®-Therapie an als die zu diesem Zeitpunkt HAMA-negativen Patienten.

07.06.2010
Patienten mit Leberkrebs können an neuen Therapiestudien teilnehmen/ Auf dem Prüfstand: der Multikinaseinhibitor Sorafenib und weitere Therapieverfahren
In mehreren kontrollierten klinischen Studien wird derzeit die Wirksamkeit von Sorafenib beim hepatozellulären Karzinom geprüft, meist in Kombination mit anderen Behandlungsverfahren. Für die vier aktuellen Studien mit den Akronymen SORAMIC, SPACE, SEARCH und STORM werden noch weitere Patienten gesucht.

07.06.2010
Offener Leserbrief des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V. zum Artikel "Schlicht obszön" in DER SPIEGEL 20/2010
Die Wochenzeitschrift DER SPIEGEL veröffentlichte in seiner Ausgabe 20/2010 einen Artikel, in dem für neue Krebsmedikamente ein Auseinanderklaffen von hohen Kosten und geringem Nutzen beschrieben wurde. Da unabhängige Therapieoptimierungsstudien in verschiedenen Bereichen der Lymphomtherapie sehr wohl den Nutzen des im Text genannten Wirkstoffs Rituximab nachgewiesen haben, möchte das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) mit diesem offenen Leserbrief eine Richtigstellung erzielen. Ärzte und Patienten können sich jederzeit an den Konsiliardienst des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V. wenden, um unabhängige Informationen über die Therapieverfahren bei bösartigen Lymphomen zu erhalten.

07.06.2010
ASCO 2010: Fortschritte in der Therapie von urologischen, gastrointestinalen und gynäkologischen Tumoren
Auf dem diesjährigen ASCO (Annual Meeting of the American Society of Clinical Oncology) wurden gestern in einer Pressekonferenz Fortschritte in der Therapie von urologischen, gastrointestinalen und gynäkologischen Tumoren vorgestellt. “Wir hatten gehofft, dass wir Cetuximab als target besonders gegen Kolonkarzinome mit KRAS-Wildtyp einsetzen können. Diese enttäuschenden Ergebnisse fordern uns auf, mehr zu forschen, warum Medikamente, die im metastasierten Stadium des CRC deutliche Effekte haben, im Frühstadium der Krankheit keinen Benefit haben,” so Jennifer Obel, MD, Northshore University Health System. “Andere Studien haben ermutigendere Ergebnisse erbracht. So wissen wir nun mit Sicherheit, dass Bestrahlung ein unverzichtbares Element in der Prostatakarzinomtherapie bei Hochrisiko-Patienten ist. Eine weitere Studie bietet ein neues Behandlungsparadigma bei Frauen mit Stadium-III- und IV-Ovarialkarzinom: Chemotherapie mit Bevacizumab gefolgt von einer Bevacizumab-Erhaltungstherapie.

04.06.2010
Neue zielgerichtete Therapien gegen Knochenmetastasen
Eine möglichst frühe Behandlung von Knochenmetastasen bringt für betroffene Patienten nicht nur einen Gewinn an Lebensqualität, sondern kann die Erkrankung stoppen. Die Behandlungsentscheidung sollte gemeinsam von Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten entwickelt werden, betonte Prof. Miklós Szendröi (Budapest) heute beim EFORT Kongress in Madrid. Der EFORT-Präsident diskutierte aktuelle Fortschritte und künftige Hoffnungen in der Therapie von Knochenmetastasen. Etwa ein Viertel aller Krebspatienten entwickeln im Krankheitsverlauf Knochenmetastasen, rund fünf Prozent der Betroffenen erleiden behandlungsbedürftige Knochenbrüche. Bei einigen Krebsformen scheinen die Knochen besonders in Mitleidenschaft gezogen zu werden: 80 Prozent aller Knochenmetastasen sind die Folge von Lungen-, Nieren-, Brust- oder Prostata-Krebserkrankungen.

04.06.2010
ASCO 2010: Histologische NSCLC-Typisierung als prädiktives Instrument in der Praxis
Die weltweit größte Krebstagung der American Society of Clinical Oncology in Chicago bietet für Ärzte und Wissenschaftler wieder einen geeigneten Rahmen für Diskussionen und den Austausch von Erkenntnissen aus klinischen Studien und deren Relevanz für die Praxis. Beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) dokumentieren Analysen von drei Phase-III-Studien den histologieabhängigen Wirksamkeitsvorteil von Pemetrexed beim Nicht-Plattenepithelkarzinom (Adeno- und großzelliges Karzinom) und heben damit den Stellenwert der Histologie als prädiktiven Faktor für die klinische Praxis hervor. [1] Den deutlichsten Hinweis auf den Stellenwert der Histologie bei der Therapiewahl lieferte eine multizentrische Phase-III-Studie zur Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen NSCLC. [2] Die nicht vorbehandelten Patienten wurden entweder auf die Kombination Pemetrexed/Cisplatin oder auf Gemcitabin/Cisplatin randomisiert.

04.06.2010
Bewegung und Entspannung für Frauen nach Brustkrebs
Viele Frauen leiden nach einer Brustkrebs-Operation unter körperlichen Beschwerden, die sich negativ auf die gesamte Lebensqualität auswirken. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet betroffenen Frauen daher ein spezielles Programm mit dem Titel „Bewegen und Entspannen – Impulse für mehr Lebensqualiät“ an. Die Ziele: Die Beweglichkeit soll gesteigert, das Körpergefühl verbessert und die innere Ausgeglichenheit gefördert werden. Der nächste Durchlauf des Programms startet im Juni 2010. Es sind noch Plätze frei.

04.06.2010
Keine Einsparungen auf Kosten von Schmerzpatienten: „Koalition gegen den Schmerz“ stellt Forderungen in Berlin vor
Schmerzpatienten gehören zu den Verlierern im Gesundheitssystem. Diese Ansicht begründen die sechs zur „Koalition gegen den Schmerz“ zusammengeschlossenen Fachverbände und Patientenorganisationen mit den Auswirkungen der seit 2008 vorgeschriebenen Austauschpflicht von Arzneimitteln. Denn auch stark wirksame Opioide sind davon nicht ausgeschlossen, obwohl bei dieser speziellen Substanzklasse selbst bei gleichem Wirkstoff und gleicher Dosis erhebliche Unterschiede in der Wirkung entstehen können. Viele der zirka 15 Millionen chronischen Schmerzpatienten und etwa 1,5 Millionen Krebspatienten in Deutschland benötigen diese Opioide der WHO-Stufe III. Für sie habe die Austauschpflicht gravierende Konsequenzen, wie zum Beispiel stärkere Schmerzen und vermehrte Nebenwirkungen. Der medizinisch nicht begründbare Austausch eines Opioids berge somit zahlreiche Risiken für die Gesundheit der Patienten. Die „Koalition gegen den Schmerz“ plädiert daher anlässlich eines Pressegesprächs für die Abschaffung dieser automatischen Austauschpflicht für Opioide, die der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) unterliegen.

04.06.2010
Nebenwirkungsarme Strahlentherapie: Radioonkologen stellen in Magdeburg neueste Entwicklungen vor
Die Strahlentherapie ist für viele Krebspatienten ein Teil ihrer Behandlung neben der Operation und der Chemotherapie. Sie wird medizinisch und technisch kontinuierlich verbessert und ist fester Bestandteil vieler Behandlungskonzepte. Über neueste Entwicklungen in der Strahlentherapie informiert die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) im Rahmen ihres Jahreskongresses, der vom 3. bis 6. Juni in Magdeburg stattfindet.

04.06.2010
Laserbasierter Sensor: Tumore schneller aufspüren
Um Krebs zuverlässig zu diagnostizieren, führen Ärzte meist eine Biopsie inklusive Gewebeuntersuchung durch – ein zeitraubendes Verfahren. Ein mikroskopischer Bildsensor, montiert in ein Endoskop, soll sich künftig für die in-vivo-Krebsdiagnose einsetzen lassen. Tumore könnten so schnell entdeckt werden.

04.06.2010
Schmerztherapie: Ersetzen neue Konzepte das WHO-Stufenschema?
Wird das WHO-Stufenschema bald von neuen Schmerztherapie-Konzepten abgelöst? Laut Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, steht ein Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie an. Das Stufenschema habe die Versorgungsrealität in Deutschland geprägt. Es entspreche allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine differenzierte Schmerztherapie, so Müller-Schwefe anlässlich des diesjährigen Schmerz- und Palliativkongresses NRW, in Essen.

02.06.2010
Wissenschaftspreis PharmaMar zum Thema Weichgewebssarkome ausgeschrieben
Mit dem PharmaMar Wissenschaftspreis Weichgewebssarkome, der auf der diesjährigen gemeinsamen Jahrestagung der DGHO und der Verbände ÖGHO, SGH sowie SGMO am 3. Oktober 2010 in Berlin verliehen wird, soll die Forschung auf diesem Gebiet gefördert werden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Einsendeschluss ist der 15. August 2010.

02.06.2010
EAU-Kongress 2010: Histrelinacetat als erstes Jahres-Implantat bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom
Mit seinen zuverlässig niedrigen Testosteronspiegeln von unter 20 ng/dl kommt das Histrelin-Implantat Vantas® dem Therapieziel der maximalen medikamentösen Testosteronsuppression einen entscheidenden Schritt näher. Darin waren sich die internationalen Experten auf dem Symposium der Orion Pharma GmbH im Rahmen des diesjährigen Kongresses der European Association of Urology (EAU) einig. Der erreichte Zielwert von 20ng/dl ist vergleichbar mit einer chirurgischen Kastration und blieb mit dem ersten verfügbaren Jahres-Implantat sogar über einen mehrjährigen Behandlungszeitraum zuverlässig konstant.

02.06.2010
Prostatakrebs-Patienten attestieren ihren Urologen Bestnoten
Patienten mit Prostatakrebs fühlen sich von ihren Urologen bestens betreut. So lautet ein Fazit der diesjährigen Zwischenauswertung der bisher einzigen großen Versorgungsstudie zum Prostatakarzinom im deutschsprachigen Raum. Für den Präsidenten des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V., Dr. Martin Bloch, ist das positive Votum der Patienten der sogenannten HAROW-Studie ein weiterer Beleg für die exzellente onkologische Kompetenz der niedergelassenen Urologen in Deutschland.

01.06.2010
Pflanzenbiochemie: Wirkstoffe gegen Krebs aus Algen
Algen sind in vielfacher Hinsicht lohnenswerte Objekte für die Suche nach neuen Ressourcen zur Gewinnung von Biomasse, Energie und bioaktiven Naturstoffen. Sie können unabhängig von Umwelteinflüssen und unter definierten Bedingungen in Bioreaktoren kultiviert werden. Dort wachsen sie das ganze Jahr über und - je nach Art - bis zu zwanzigmal schneller als Landpflanzen. Darüberhinaus produzieren sie eine enorme Vielfalt an biologisch wirksamen Sekundärstoffen, die andere Lebewesen nur ingeringer Menge oder gar nicht herstellen. Bisher fand man Substanzen in Algen, die entweder das Zellwachstum hemmen (Antikrebswirkung), die Bakterien, Viren oder Pilze abtöten oder Entzündungen heilen.


01.06.2010
Neue gezielte Therapie AC220 für Patienten mit akuter myeloischer Leukämie
Ein neuer Wirkstoff (AC220) verspricht eine deutlich verbesserte Therapie für Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML). Erste klinische Studien wurden an Patienten mit einem AML-Rückfall und einer speziellen Genveränderung, der FLT3-ITD-Mutation, durchgeführt. Die bisherigen Ergebnisse bei kleineren Patientenzahlen sind für Patienten mit FLT3-Mutationen ermutigend. Nun soll das neue Medikament in einer weltweiten Studie an einem größeren Patientenkollektiv überprüft werden. Studienleiter in Deutschland ist Professor Dr. Anthony Ho, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik V am Universitätsklinikum Heidelberg. Seit dem 31. Mai 2010 können die ersten Patienten rekrutiert werden.

01.06.2010
Kostenlose ärztliche Sprechstunde zum Thema Brustkrebs am 7.6.10
Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und die Diagnose ist schockierend. Der Verein Brustkrebs Deutschland e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, betroffene Frauen und Angehörige zu beraten und zu unterstützen. Im Oktober 2006 wurde die erste kostenlose Brustkrebs-Hotline in Deutschland ins Leben gerufen. Informationssuchende haben die Möglichkeit, sich unter der Telefonnummer 0800 0117 112 über das Thema Brustkrebs zu informieren und auszutauschen.
Im Rahmen dieser Initiative findet monatlich eine gebührenfreie Ärztesprechstunde mit führenden Brustkrebs-Experten statt. Betroffene und Angehörige können sich an folgendem Termin informieren:


01.06.2010
Denosumab in der Europäischen Union zugelassen
Amgen Inc. teilte mit, dass die Europäische Kommission den vollhumanen monoklonalen Antikörper Prolia® (Denosumab) in folgenden Indikationen zugelassen hat: zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko und zur Behandlung eines Knochendichteverlustes durch eine hormonablative Therapie (Androgendeprivation) bei Männern mit Prostatakarzinom und erhöhtem Frakturrisiko.

01.06.2010
Morbus Dupuytren: Frühe Strahlentherapie kann Streckhemmung der Finger verhindern
In Deutschland leiden etwa 1,9 Millionen Menschen am Morbus Dupuytren. Die Erkrankung schränkt die Bewegungsfähigkeit einzelner Finger ein. Bislang besteht die Behandlung in einer Operation, die jedoch erst im fortgeschrittenen Stadium sinnvoll ist. Eine Alternative zum operativen Eingriff ist eine Strahlentherapie. Sie kann die Erkrankung häufig in einem frühen Stadium stoppen und hat sich als langfristig sicher erwiesen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie hin.

01.06.2010
Bedarf an Primärprophylaxe der febrilen Neutropenie bei vielen Chemotherapien
In den letzten Jahren wurden beim Mammakarzinom durch eine direkt auf die Patientin zugeschnittene Therapie und die Verfügbarkeit verschiedenster Therapieprotokolle wesentliche Schritte in Richtung besseres und längeres Überleben ermöglicht. Im Rahmen des Symposiums „Brustkrebs im Wandel“ stellten führende Brustkrebs-Experten heraus, dass diese Fortschritte aber nur mit einer adäquaten supportiven Therapie möglich sind. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Therapieschemata beim Mammakarzinom ein Risiko einer febrilen Neutropenie (FN) von über 20% aufweisen, sollte dieser schweren und eventuell tödlichen Komplikation von Anfang mit einer entsprechenden Primärprophylaxe mit Granulozyten-Koloniestimulierende Faktoren (G-CSF) wie Pegfilgrastim (Neulasta®) begegnet werden. Durch die Einmalgabe von Pegfilgrastim pro Zyklus kann das Gesamtüberleben verbessert werden. und dosisdichte Protokolle sind nur mit einer Primärphrophylaxe mit G-CSF durchführbar.

01.06.2010
Cabazitaxel: neueste Phase-3-Ergebnisse zum Überleben von Patienten mit fortgeschrittenem, hormonrefraktärem Prostatakarzinom bei ASCO vorgestellt
Die neuesten Ergebnisse der Phase-3-Studie TROPIC wurden gestern bekannt gegeben. Diese zeigen, dass das Prüfmedikament Cabazitaxel in Kombination mit Prednison/Prednisolon gegenüber einer aktiven Kombinationschemotherapie mit Mitoxantron plus Prednison/Prednisolon das Gesamtüberleben von Patienten mit einem metastasierten, hormontherapierefraktären (kastrationsresistenten) Prostatakarzinom, das nach einer docetaxelbasierten Chemotherapie weiter fortgeschritten war, signifikant verbesserte.



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