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Liebe Leserin,
Lieber Leser,
hier finden Sie aktuelle Nachrichten zum Thema Onkologie. Archivierte Nachrichten finden Sie unter der Rubrik Archiv 
02.02.2012
Initiative für die Photodynamische Therapie
Am 4. Februar, dem Weltkrebstag, wird wieder der Kampf gegen Krebs verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 400.000 Neuerkrankungen gezählt. Die gute Nachricht: Immer mehr Betroffenen kann geholfen werden. Neben den etablierten Behandlungsmethoden wie Chemotherapie, Bestrahlung und Operation werden dabei auch neue Therapieansätze wie die Photodynamische Therapie (PDT) oder Ergebnisse aus der molekularbiologischen Forschung in Zukunft verstärkt angewendet.
02.02.2012
Welt-Krebstag: Krebs-Früherkennung nutzen
Am 4. Februar 2012 ist Welt-Krebstag. Die Deutsche Krebshilfe und viele weitere Gesundheitsorganisationen in Deutschland und weltweit nutzen diesen Anlass, um über Themen wie die Krebs-Früherkennung zu informieren. „Je früher Krebs erkannt wird, desto höher ist die Chance einer Heilung“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die gemeinnützige Organisation hilft Interessierten, die sich über den Nutzen der gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen informieren möchten. Sie bietet kostenlos umfassende und allgemeinverständliche Faltblätter, welche die verschiedenen Untersuchungsverfahren erläutern, auch Nachteile benennen und eine Empfehlung der Experten der Deutschen Krebshilfe enthalten.
02.02.2012
Defekte Erbgut-Verpackung bei bösartigem Hirntumor
Glioblastome gelten als besonders aggressive Hirntumoren. Bei Kindern mit dieser Erkrankung entdeckten Heidelberger Wissenschaftler Genveränderungen, die sich auf die Funktion der DNA-Verpackungsproteine auswirken: Diese so genannten Histone dienen der Zelle als Spulen, auf die das Erbgut gewickelt wird. Gleichzeitig steuern sie die Genaktivität. Mutationen in Histon-Genen wurden bislang bei keiner anderen Erkrankung beobachtet. Die Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum, dem Universitätsklinikum Heidelberg und der kanadischen McGill-Universität veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Zeitschrift „Nature“.
01.02.2012
Welt-Krebs-Tag: Wie verändert sich die Onkologie?
Jährlich erkranken rund 40.000 ÖsterreicherInnen an Krebs und ihre Zahl wird immer größer. Seit 1983 hat die Anzahl der jährlichen Neuerkrankungen um rund 20 Prozent zugenommen. Aufgrund dieser Entwicklung und infolge intensiver internationaler Forschungstätigkeiten in den letzten Jahren wandelt sich die Onkologie – auch an der Medizinischen Universität Innsbruck.
01.02.2012
Axitinib erhält US-Zulassung zur Therapie von Patienten mit vorbehandeltem fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (mRCC)
Die US-amerikanische Zulassungsbehörde U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat den Kinase-Inhibitor Axitinib zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (mRCC) nach Versagen einer vorhergegangenen systemischen Therapie zugelassen. Dies teilte Pfizer Inc. am 27. Januar 2012 in einer Pressemitteilung mit.
01.02.2012
Boehringer Ingelheim startet Phase-III-Studienprogramm für Afatinib bei Kopf-Hals-Tumoren
Boehringer Ingelheim kündigte den Start von zwei Phase III-Studien, LUX-Head & Neck 1 und LUX-Head & Neck 2, an. In beiden Studien wird Afatinib bei Patienten mit rezidivierten/metastasierten oder lokal fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren geprüft. Afatinib ist ein irreversibler Blocker der ErbB-Familie und hemmt die Signalweiterleitung aller Kinase-Rezeptoren der ErbB-Familie.
31.01.2012
Eribulin erhöht die Lebenserwartung von Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs
Eribulin, eine neue Behandlungsoption für Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, der sich nach mindestens zwei Chemotherapien gegen Krebs im fortgeschrittenen Stadium weiter ausgebreitet hat, wurde heute die Genehmigung für die Kostenerstattung in Italien erteilt. Die Vortherapie sollte ein Anthrazyklin und ein Taxan enthalten haben, sofern diese Behandlungen für die Patienten nicht ungeeignet waren. [1] Eribulin ist die erste Monochemotherapie, für die beim Vergleich mit einer aktiven Kontrollsubstanz in der EMBRACE-Studie ein verlängertes Gesamtüberleben bei Patienten mit stark vorbehandeltem* fortgeschrittenem Brustkrebs nachgewiesen wurde. [2]
31.01.2012
DGPPN: Krankenkassen bei der Behandlung der Tabakabhängigkeit in der Pflicht
In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr fordert die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit weiteren medizinischen Fachgesellschaften die Tabakabhängigkeit als Erkrankung anzuerkennen.
30.01.2012
Rituximab: Neue, vielversprechende Ergebnisse in der NHL- und CLL-Therapie
Bei älteren Patienten mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und schlechter Prognose kann ein pharmakokinetisches Therapieschema des Anti-CD20 Antikörpers Rituximab (MabThera®) das Überleben verlängern [1]. Diese und weitere aktuelle Daten zur Therapie maligner Lymphome wurden beim größten Hämatologie-Kongress der Welt, der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH), präsentiert, die Ende 2011 in San Diego stattfand. Vorgestellt wurden dort auch erste Daten zu einer Rituximab-Erhaltungstherapie bei der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) sowie zur Behandlung mit dem neuen Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab (GA101). Von diesem erhofft man sich bei Non Hodgkin-Lymphomen und der CLL weitere klinische Vorteile für die Patienten.
30.01.2012
Aktivierung von JAK2 in CML-Zellen aufgeklärt
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Veronika Sexl (Vetmeduni Vienna) und Giulio Superti-Furga (CeMM) untersuchte die Wirkung eines neuen Therapieansatzes gegen eine häufig auftretende Form der Leukämie. Die neuen Medikamente gegen diese Form von Blutkrebs erwiesen sich zwar als wirkungslos, die Forscher gewannen jedoch neue und erstaunliche Erkenntnisse darüber, wie Leukämiezellen ihre Signalnetzwerke verändern. Die Ergebnisse aus der erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Forschungseinrichtungen wurden soeben in der Zeitschrift „Nature Chemical Biology“ veröffentlicht.
27.01.2012
Skepinone-L: Grundlage für neue Entzündungshemmer
Insgesamt 518 Proteinkinasen sorgen in Körperzellen für die Signalübertragung und sind auch für Krankheiten verantwortlich. Tübinger Wissenschaftler haben einen Wirkstoff entwickelt, mit dem sich eine einzelne Proteinkinase mit sehr hoher Selektivät hemmen lässt.
26.01.2012
SABCS: TRYPHAENA-Studie – Duale Blockade erfolgreich bei HER2-positiven Frauen
Bei der größten Brustkrebskonferenz der Welt war eine der meistbeachtetsten Studien die duale Blockade mittels Trastuzumab und Pertuzumab in der TRYPHENA-Studie. Diese Studie belegt, dass eine kombinierte HER2-Blockade sich sicher durchführen lässt und in einer hohen pCR-Rate mündet. So konnten durch die gleichzeitige Gabe von Pertuzumab und Trastuzumab pCR-Raten von über 80% erzielt werden. Damit könnten letztendlich überzeugende Langzeitverläufe, die nahezu einer Heilung gleich kommen, erzielt werden.
26.01.2012
SABCS: pCR-Rate als Surrogatmarker für das Überleben
Jahrelang wurden die Ergebnisse und die Bedeutung der pCR-Rate als Surrogatmarker aus großen, deutschen neoadjuvanten Studien eher mit Vorbehalt betrachtet. Diese Zeit ist nun endgültig vorbei: das demonstriert eindeutig eine Analyse der pCR-Rate aus den deutschen Untersuchungen. Es zeigte sich, dass die pCR-Rate – insbesondere bei HER2-positiven Patientinnen – mit einer Verlängerung des Überlebens korreliert.
26.01.2012
SABCS: Axilladissektion und Teilbrustbestrahlung – Neue Erkenntnisse mit großer Praxisrelevanz
Ein Standard muss nicht immer ein Standard bleiben. Zwei große Studien haben Standards bzw. häufige Vorgehensweisen bei Brustkrebspatienten kritisch hinterfragt. So zeigt sich, dass die Axilladissektion bei 1 bis 2 Mikrometastasen im Sentinel nicht nötig ist und den Frauen dieser oftmals belastende Eingriff erspart werden kann (1). Andererseits wird die Teilbrustbestrahlung der Brust mit Brachytherapie seit Jahren immer häufiger durchgeführt, denn sie galt bisher immer als schonendes Verfahren. Demgegenüber stellt eine retrospektive Betrachtung nun heraus, dass die Ganzbrustbestrahlung bei älteren Frauen diesem angeblich schonenderen Verfahren doch überlegen ist: die Rate an Mastektomien ist wesentlich geringer, wird die ganze Brust bestrahlt (2). Die Experten in San Antonio zur Breast Cancer Conference gingen davon aus, dass diese Behandlungsweisen durchaus Praxisrelevanz haben und Umsetzung erfahren sollten.
26.01.2012
SABCS: Erstmalig prospektive Daten – Studie belegt Sicherheit von Darbepoetin alfa
Die Chemotherapie-assoziierte Anämie kann durch Darbepoetin alfa wirkungsvoll verhindert werden, ohne negative Auswirkungen auf die Überlebensraten der Brustkrebspatientinnen zu verursachen. Dies zeigen die Ergebnisse der bislang größten und einzigen prospektiven Studie zu den Auswirkungen einer Behandlung mit Darbepoetin alfa (“ARA-plus“-Studie), an der 1234 Brustkrebspatientinnen aus ganz Deutschland teilnahmen. Diese wurde von Professor Ulrike Nitz, Düsseldorf beim Brustkrebs-Symposium in San Antonio vorgestellt.
26.01.2012
Krebsforscher für richtungsweisende Arbeiten geehrt
Der Präsident der Deutschen Krebshilfe, Fritz Pleitgen, verleiht heute, am 26. Januar 2012, die Deutsche Krebshilfe Preise 2010 und 2011. Der Festakt findet im Alten Rathaus in Bonn statt. Professor Dr. Peter Propping wird für seine Verdienste in der Erforschung erblich bedingter Tumorkrankheiten und seinen großen Einsatz für die klinische Versorgung der Betroffenen ausgezeichnet. Den Preis für 2011 teilen sich Professor Dr. Klaus-Michael Debatin und Professor Dr. Peter Krammer für ihre wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Zelltod-Forschung.
25.01.2012
Aloxi punktet auch bei GI-Tumoren
Patienten mit gastrointestinalen Tumoren haben ein besonderes Risiko für Übelkeit und Erbrechen, zum einen bedingt durch ihre Tumorerkrankung und zum anderen ausgelöst durch emetogene Chemotherapieregime mit Oxaliplatin und Irinotecan. Zwei retrospektive Analysen demonstrieren die Wirksamkeit einer antiemetischen Prophylaxe mit Palonosetron bei diesem besonders risikobehafteten Patientenkollektiv.
25.01.2012
Krebsforscher warnen vor Trend zu Zusatzstoffen bei Zigaretten
Aromakapseln im Filter von Zigaretten sind das Rezept der Tabakindustrie, mit dem sie ihre Produkte wieder attraktiver machen will. Besonders die Zielgruppe der Jugendlichen soll durch darin platziertes Menthol oder andere Zusatzstoffe künftig angesprochen werden. Experten vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ warnen vor der Einführung, die den Raucheinstieg leichter und das Aufhören schwieriger machen soll und fordern ein Verbot.
25.01.2012
ASCO GI: Biomarker identifiziert Pankreaskarzinom im Frühstadium
Mit der Messung des Biomarkers im Blut, PAM4-Protein, lassen sich Pankreaskarzinome bereits im Frühstadium feststellen. In der auf dem ASCO GI präsentierten Studie wurden damit zwei Drittel der Patienten korrekt identifiziert, in Kombination mit CA19-9, einem weiteren Tumormarker, der sonst zur Feststellung einer Progression verwendet wird, wurden sogar 85% der Patienten mit einem PDAC (Pankreatisches Duktales Adenokarzinom) entdeckt.
25.01.2012
Bessere Raucherentwöhnprogramme für Tumorpatienten erforderlich
Rauchen gehört zu den Hauptursachen für viele Tumorkrankheiten. Wie schwer es ist, damit aufzuhören, haben nun US-Forscher bei Krebspatienten gezeigt. Für viele reicht auch die Diagnose Krebs nicht als Motivation, um von Zigaretten und Co für immer die Finger zu lassen, berichten sie im Fachblatt "Cancer". Mehr Prävention und bessere Rauchstopp-Programme sind somit für Krebspatienten nötig. Gleiches gilt jedoch auch für Menschen mit geringem Einkommen und Bildung, wie eine weitere Studie verdeutlicht.
25.01.2012
ALL: Weltgrößte Studie zur häufigsten Krebserkrankung bei Kindern
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin koordiniert mit einem jetzt gestarteten EU-Projekt die weltweit größte Studie zum Kampf gegen die häufigste Krebserkrankung bei Kindern, die akute lymphoblastische Leukämie (ALL). Im Rahmen des Projekts IntReALL (Study for Children with Relapsed ALL) werden Rückfälle (Rezidive) bei bereits behandelter ALL erforscht, damit mehr junge Patienten dauerhaft geheilt werden können. Das ALL-Rezidiv ist die häufigste Todesursache bei krebskranken Kindern. Während die Überlebenschancen bei einer Ersterkrankung an dieser Leukämieform in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich gestiegen sind, haben die jungen Patienten bei einem Rückfall wesentlich schlechtere Aussichten.
25.01.2012
DGHO-Frühjahrstagung 2012: Neue Wege der Zusammenarbeit in der Onkologie
Vom 15. bis 16. März lädt die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. zum medizinpolitischen Dialog nach Berlin. Namhafte Experten diskutieren auf der diesjährigen Frühjahrstagung integrative Konzepte in der Onkologie sowie die europäische Perspektive der Medical Oncology. Der Kongress findet im dbb forum berlin, Friedrichstraße 169/170 in Berlin statt.
24.01.2012
HPV-Test: Hinweise auf Nutzen im Primärscreening
Die derzeit verfügbaren Studien liefern Hinweise und einen Anhaltspunkt dafür, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses früher erkannt und behandelt werden können und Tumore in der Folge seltener auftreten. Dabei kann der HPV-Test allein oder zusätzlich zu einem sogenannten Pap-Test eingesetzt werden. Allerdings besteht bei beiden Verfahren der Früherkennung auch die Gefahr eines Schadens in Form unnötiger Folgebehandlungen (Übertherapie). Zu diesem Ergebnis kommt der am 24. Januar 2012 publizierte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
23.01.2012
Resminostat erreicht primären Wirksamkeitsendpunkt in Phase-II-Studie bei fortgeschrittenem Leberkrebs vorzeitig
Aus der klinischen Phase-II-SHELTER-Studie mit dem Krebsmedikament Resminostat als Zweitlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC), bei denen vor Studieneintritt ein Fortschreiten ihrer Tumorerkrankung unter der Erstlinientherapie mit Sorafenib radiologisch festgestellt worden war, wurden jetzt auf dem ASCO GI vielversprechende Wirksamkeitsdaten bekannt gegeben.
23.01.2012
Molekulare Medizin: Einfluss der Transposons auf Krebsentstehung wird untersucht
Dr. Zsuzsanna Izsvák, Forschungsgruppenleiterin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch erhält für ihre Forschung über „springende Gene“ (Transposons) vom Europäischen Forschungsrat (engl. Abkürzung ERC) 1,94 Millionen Euro. Mit Hilfe der ERC-Fördergelder will sie in den kommenden fünf Jahren unter anderem untersuchen, welchen Einfluss stillgelegte Transposons im menschlichen Erbgut auf die Entstehung von Krankheiten wie zum Bespiel Krebs haben. Mit Dr. Izsvák haben insgesamt neun Forscherinnen und Forscher des MDC Millionenförderungen vom ERC erhalten.
23.01.2012
Deutsche Krebshilfe Preis 2011 an Prof. Klaus-Michael Debatin
Für seine langjährige Forschungstätigkeit und den Nutzen seiner Ergebnisse für die Praxis wird Prof. Klaus-Michael Debatin am 26. Januar mit dem Preis der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnet. Der Ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Ulm erhält die Auszeichnung gemeinsam mit dem Heidelberger Mediziner Prof. Peter Krammer, Sprecher des Forschungsschwerpunktes Tumorimmunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum. Der Deutsche Krebshilfe Preis 2011 ist mit 10.000 Euro pro Preisträger dotiert.
23.01.2012
Reparatur der sauerstoffgeschädigten DNA soll Krebstherapien schonender machen
Oxidativer Stress schädigt die DNA. Forscher der Vetsuisse Fakultät haben nun den Mechanismus entschlüsselt, der die so geschädigte DNA repariert. Dieser Reparaturmechanismus könnte zu schonenderen Ansätzen in der Krebstherapie führen und zur Entwicklung neuer Tests für die frühe Erkennung von Krebs beitragen.
20.01.2012
Patientenbroschüre klärt über Erkrankung auf: Leben mit Nierenkrebs
Jahr für Jahr erkranken rund 17.000 Patienten neu an Nierenkrebs. Für jeden einzelnen dieser Betroffenen stellt die Diagnose einen schweren Schicksalsschlag dar. Gut informierten Patienten fällt es meist leichter, diese Herausforderung anzunehmen und zu bewältigen. Sehr empfehlenswert ist deshalb der neu überarbeitete Ratgeber „Leben mit Nierenkrebs“ von Professor Dr. med. Theodor Klotz, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie in Weiden.
20.01.2012
Explosionsartige Erbgutumlagerung verursacht Hirntumoren
Eine Veränderung im Gen für das Protein p53, dem „Wächter des Genoms“, führt zu einer geradezu explosionsartigen Umlagerung großer Teile des Erbguts von Krebszellen. Heidelberger Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) entdeckten dies an einer besonders aggressiven Gruppe von Hirntumoren bei Kindern. Die Chromosomen-Explosion lässt Zellen offenbar besonders leicht zu Krebs entarten. Diese Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Cell“.
20.01.2012
Neue Perspektiven beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom: Zulassung für Bevacizumab
Mit Bevacizumab ist seit Dezember 2011 eine hochwirksame und gut verträgliche neue Option für die Primärtherapie von Frauen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom zugelassen. Durch die initiale und kontinuierliche Gabe des Angiogenesehemmers leben die betroffenen Patientinnen im Vergleich zum bisherigen Therapiestandard signifikant länger ohne Tumorprogression.
20.01.2012
Langzeitresponder unter Bevacizumab bei metastasiertem Mammakarzinom in der ATHENA-Studie: Überzeugende Wirksamkeit und gute Verträglichkeit
Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, die mit Bevacizumab in Kombination mit Chemotherapie behandelt werden, können über längere Zeiträume von der Therapie profitieren. Die Erhaltungstherapie mit Bevacizumab allein ist auch bei langen Therapieverläufen gut verträglich. Darauf weisen die Endergebnisse der Studie ATHENA hin (1), die kürzlich als Vollpublikation erschienen sind.
19.01.2012
Medulloblastom: FoxM1 für Wachstum der Tumorzellen verantwortlich
Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Um ungehindert wachsen zu können, benötigen die Tumorzellen ein spezielles Eiweiß, wie Münchner Wissenschaftler nun herausgefunden haben. Ihre neue Erkenntnis soll als Basis für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten gegen das Medulloblastom dienen. Denn den Forschern gelang es, das krebsfördernde Eiweiß medikamentös zu unterdrücken und so das Tumorwachstum zu hemmen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 435.000 Euro unterstützt.
18.01.2012
Mundhöhlenkarzinome: Gesundheitliche Prävention im Mittelpunkt
Eine der Hauptaufgaben der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist die Behandlung von Mundhöhlenkarzinomen. In den vergangen zehn Jahren ist es zu einer ganz deutlichen Verbesserung der Heilungserfolge bei diesen Krebserkrankungen gekommen. Erklärungen dafür sind unter anderem medizinische und technische Leistungen. Der wesentliche Grund aber ist eine gesundheitspolitische Leistung, die Einführung breitenwirksamer Anreizsysteme für Patientinnen und Patienten, sich regelmäßig in der Zahnarztpraxis vorzustellen. Auf diese Weise können viel mehr Tumorerkrankungen immer frühzeitiger erkannt werden. Früherkennung gefolgt von Frühbehandlung ist nachgewiesen der beste Weg zur Heilung.
18.01.2012
Prostatakrebs: Fahndung nach Tumorgenen im Urin
Die bereits 1995 an der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden begonnenen Forschungen zum Prostatakrebs stoßen mit einer auf Patienten der Klinik beschränkten Studie in neue Dimensionen vor. Die Wissenschaftler um Klinikdirektor Professor Manfred Wirth setzen ihr bereits patentiertes Know-how zur Identifizierung des Erbguts von Zellen des bösartigen Prostatakrebses ein, um ein neues Testverfahren zu entwickeln. Ziel der mehrjährigen Forschungsstudie ist es, in einer Urinprobe gleich mehrere Tumormarker auf einmal identifizieren zu können.
18.01.2012
Positive Phase-III-Daten zu Regorafenib bei mCRC zeigen signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit
Positive Daten der Phase-III-Studie CORRECT (Colorectal cancer treated with regorafenib or placebo after failure of standard therapy) zeigen, dass das Entwicklungspräparat Regorafenib von Bayer die Gesamtüberlebenszeit von Patienten mit metastasiertem Darmkrebs signifikant um 29% verlängern kann (HR=0,77, p=0,0052). Die Studie erreichte damit ihren primären Endpunkt. Sie untersuchte Regorafenib in Kombination mit der bestmöglichen unterstützenden Therapie (best supportive care, BSC) gegenüber Placebo plus BSC bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (metastatic colorectal cancer, mCRC), deren Erkrankung auch nach Behandlung mit den zugelassenen Standardtherapien weiter fortgeschritten war.
18.01.2012
MikroRNA als Marker für primäre Lymphome
Der Verdacht allein ist für Patienten eine große Belastung: Seltene primäre Lymphome sind Tumore, die Gehirn, Auge oder Rückenmark befallen. Für die Diagnosestellung ist bisher eine Biopsie notwendig – eine Prozedur, die Ärzte den Betroffenen gern ersparen würden. In mikroRNAs haben Forscher der Medizinischen Klinik der RUB im Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer jetzt zuverlässige Marker gefunden, die im Liquor vorkommen und einfacher zu gewinnen sind.
18.01.2012
IQWiG: Cabazitaxel kann für bestimmte Patienten einen Vorteil haben
Cabazitaxel (Handelsname Jevtana®) ist seit März 2011 für Männer mit metastasiertem Prostatakrebs zugelassen, bei denen die übliche Hormonblockade nicht mehr wirkt und die bereits mit dem Zytostatikum Docetaxel vorbehandelt sind. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß AMNOG überprüft, ob Cabazitaxel gegenüber der bisherigen Standardtherapie einen Zusatznutzen bietet.
18.01.2012
Broschüre "Aktuelle Lymphom-Studien 2012"
Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) hat seine Broschüre „Aktuelle Lymphom-Studien“ in einer Neuauflage veröffentlicht. Auf 48 Seiten informiert das Heft Ärzte, Lymphom-Patienten und ihre Angehörigen über die wichtigsten Therapie-Studien der KML-Studiengruppen. Einleitend werden die Bedeutung und die Hintergründe klinischer Studien erläutert. Ein umfangreiches Glossar der wichtigsten Fachbegriffe rundet die Information ab.
16.01.2012
Triple-negative Adenokarzinome der Lunge: molekulare Subgruppenzugehörigkeit bestimmt Prognose
Die molekulare Pathogenese des Adenokarzinoms der Lunge folgt mit der Aktivierung von EGFR, KRAS oder ALK drei verschiedenen Pathways. Es gibt jedoch auch triple-negative Adenokarzinome der Lunge ohne Aktivierung dieser drei bekannten Onkogene, was für die behandelnden Ärzte hinsichtlich Prognose und Therapie eine weitere große Herausforderung darstellt.
16.01.2012
Rote-Hand-Brief: Verabreichung von VELCADE® (Bortezomib) nur intravenös
Mit dieser Kommunikation möchten wir daran erinnern, dass die korrekte Verabreichung von VELCADE® (1 mg, 3,5 mg, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung) ausschließlich intravenös erfolgen darf. Im Folgenden empfehlen wir Ihnen Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos einer unsachgemäßen Applikation.
16.01.2012
First-line-Therapie beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom
Randomisierte, doppelblinde Phase-II-Studie zum Vergleich von Gemcitabin und Cisplatin in Kombination mit OGX-427 oder Placebo bei fortgeschrittenem Tranitionalzellkarzinom der Blase – OGX-427 – AB 39/11 der AUO
16.01.2012
Experten-Videointerviews mit Neuigkeiten vom San Antonio Breast Cancer Symposium ab sofort online
Im dritten Jahr in Folge dokumentiert Brustkrebs Deutschland e. V. in hoch aktuellen Videointerviews den größten Brustkrebskongress der Welt, der im Dezember 2011 in San Antonio stattfand. Interessierte erfahren darin die neuesten Studienergebnisse zur Cleopatra-Studie, Tryphaena-Studie, Bolero 2-Studie und zur Gain-Studie.
16.01.2012
Metastasiertes Mammakarzinom: Ermutigende Langzeitverläufe unter Bevacizumab in der deutschen nicht-interventionellen Studie
Ein relevanter Anteil von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs zeigte unter einer Bevacizumab-basierten Erstlinientherapie langanhaltende Therapieverläufe bei guter Verträglichkeit. Dieses Ergebnis einer deutschen nicht-interventionellen Studie (NIS), die in San Antonio vorgestellt wurde und die Situation unter Alltagsbedingungen widerspiegelt, bestätigt damit Ergebnisse aus der ATHENA-Studie.
16.01.2012
Opioide können das Schmerzgedächtnis löschen
Schmerzforscher der Medizinischen Universität Wien und der Universitätsmedizin Mannheim haben eine wichtige Entdeckung gemacht, die möglicherweise die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen verändern wird. Im Laborversuch konnten sie mit einer hoch dosierten Gabe von Opioiden (morphinähnliche Substanzen) das Schmerzgedächtnis, das für chronische Schmerzen verantwortlich ist, löschen.
13.01.2012
Vorinostat verbesserte das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit refraktärem und/oder rezidiviertem Myelom
Im Rahmen des 53. Jahreskongresses der American Society of Hematology (ASH) wurden die Ergebnisse aus der Phase-III-Studie VANTAGE 088 vorgestellt. Durch die Kombination von Vorinostat (ZOLINZA®) und Bortezomib bei Patienten mit refraktärem/rezidiviertem Multiplen Myelom (MM) wurde der primäre Studienendpunkt erreicht und das Risiko einer Krankheitsprogression um 23 Prozent gegenüber der Standardtherapie mit Bortezomib allein reduziert (p=0,01). Außerdem wurden die Ergebnisse der Phase-IIb-Studie VANTAGE 095 präsentiert, in der Vorinostat in Kombination mit Bortezomib bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom eingesetzt wurde.
13.01.2012
Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis für RNA-Interferenz-Screens bei Leberkrebs
Eine der höchsten Auszeichnungen für Verdienste in der Krebsforschung in Deutschland verleiht die Deutsche Hypothekenbank am Montag, 16. Januar 2012, in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Der mit 10.000 Euro dotierte Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis 2011/2012 – gerichtet an junge Mediziner in der Krebsforschung für ihre aktuelle wissenschaftliche Arbeit – geht an Professor Dr. Lars Zender, MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie und Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. Professor Zender arbeitet mit sogenannten RNA-Interferenz-Screens an neuen therapeutischen Möglichkeiten zur Bekämpfung des Leberkarzinoms.
13.01.2012
Ansprechen auf Sunitinib ist wichtiges Entscheidungskriterium in der Erstlinientherapie des mRCC
Sunitinib ist ein Erstlinienstandard beim mRCC, als Therapiestandard bei gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) nach Imatinib-Versagen etabliert und wird in der Therapie von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) eingesetzt. (1) Mit Sunitinib wurde eine objektive Ansprechrate von 47% in einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) erreicht. Bei anderen Substanzen beträgt diese etwa 30%. (2-8 )
13.01.2012
ASH 2011: Bendamustin-basierte Strategien etablieren sich zunehmend bei hämatologischen Neoplasien
Die Bedeutung von Bendamustin in der Therapie maligner Lymphome hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Aufgrund des guten Verträglichkeitsprofils wurde Bendamustin von Beginn an besonders bei älteren und komorbiden Patienten eingesetzt. Neuere Studiendaten – insbesondere in Kombination mit Rituximab - zeigen jedoch, dass Bendamustin-basierte Therapien nicht nur sehr gut verträglich, sondern auch äußerst effektiv sind.
13.01.2012
Multiples Myelom: IQWiG fordert, Stammzelltransplantationsvarianten weiter zu erforschen
Weil belastbare Daten fehlen, ist der Nutzen bestimmter Formen der Stammzelltransplantation für Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom derzeit nicht sicher einzuschätzen. Zum einen sind viele der bislang verfügbaren Studien anfällig für Verzerrungen. Zum anderen wurden die Ergebnisse einiger wichtiger großer Studien nicht vollständig veröffentlicht. Zu diesem Ergebnis kommen ein am 12. Januar 2012 veröffentlichter Abschlussbericht sowie ein ergänzendes Arbeitspapier des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
13.01.2012
Moderne Verfahren für Brustaufbau nach Krebs
Die aktuelle Diskussion zum Thema Silikon-Implantate hat eine große Verunsicherung hervorgerufen. Was viele Frauen nicht wissen: Es gibt eine Alternative, die immer mehr im Trend liegt – der Brustaufbau mit Eigengewebe. Diagnose Brustkrebs – nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 60.000 Frauen neu. Wenn die Krankheit durch die Mastektomie geheilt werden kann, sind die meisten Frauen zu dieser Operation bereit. Der Brustaufbau mit Eigengewebe ist die beste Alternative. Bauch, Oberschenkel, Rücken und Gesäß werden als „Spender“ eingesetzt. Nach nur zwei Wochen ist die Rückkehr in den Beruf möglich.
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© JOURNAL ONKOLOGIE 2000 - 2012 |
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